Umgang mit Medien

Liebe Eltern!

Es gibt unterschiedliche Ansichten und Argumentationen zum Thema Digitalisierung an Schulen und den Umgang mit digitalen Medien.
Jeder sollte die Möglichkeit haben, sich über die Vorzüge und aber auch Nachteile bzw. ggf. Gefahren zu informieren und sich diese bewusst zu machen.
Letztendlich liegt es in der Entscheidung jedes Einzelnen bzw. jeder einzelnen Familie, wie stark er digitale Medien nutzt und was jeder im Internet von sich preis gibt.
Wichtig ist für Kinder und Jugendliche, den Umgang mit digitalen Medien zu Lernen. Dafür sollte die Schule genauso Lernort sein, wie jedes Zuhause. Wir Eltern fungieren als Vorbild und Lehrer sowie Eltern sollten auch hier Berater und Begleiter sein.

Gern stehen wir für Gespräche, Anmerkungen und Rückmeldungen zur Verfügung!

Herzliche Grüße

Claudia Gösser und Christoph Napp

Vorstandstandem der evangelischen IGS Wunstorf

98 % der Schüler besitzen heute ein Smartphone – aber wie ist der Umgang damit?

  • Apple-Chef Tim Cook ist der Meinung, dass Kinder im schulpflichtigen Alter zu viel mit Technik konfrontiert sind.
  • Bill Gates, Mitgründer von Microsoft, erklärte, dass sie bis sie 14 Jahre alt waren, keine Handys hatten und es gemeinsam bei Tisch immer noch nicht benutzen dürfen.

Digitalisierung und Schule

Wir sind der Meinung, dass wir uns vor dem digitalen Wandel nicht verschließen können und auch nicht sollten. Studien zeigen, dass etwas mehr Grundschüler Texte nicht gut verstehen als um die Jahrtausendwende. Ob bei Mathe, Zuhören oder Rechtschreibung - auch hier wurden sie binnen fünf Jahren im Schnitt schlechter.
Aber woran liegt das?
Es gibt Stimmen, die einen Grund in dem übermäßigen Medienkonsum bereits im Kinderalter sehen.

An unserer Schule setzen wir uns als Eltern für das gesunde Mittelmaß ein und sind im Arbeitskreis Digitalisierung in die Entscheidungen der Schule sowie in der Entstehung tragfähiger Konzepte in diesem Bereich eingebunden.

Hinweis zum Recht auf das eigene Bild

Jedes Mitglied unserer Schulgemeinschaft hat ein Recht auf das eigene Bild!

Während des Online-Unterrichts Fotos und auch Filmaufnahmen zu machen, und das ohne das Einverständnis der Abgebildeten, ist verboten! Dieses Bildmaterial dann noch zu verändern und weiter zu verbreiten ist ebenfalls nicht erlaubt!

Es geht dabei um Taten, die bei Erwachsenen zu Freiheitsstrafen führen können. Es handelt sich nicht um eine Lappalie!

Bitte sprecht mit Euren Kindern und habt alle ein Auge darauf!
Unsere Klassenlehrer*innen haben wiederholt und in aller Deutlichkeit aufgeklärt und darauf hingewiesen.

Ein Klassenraum und entsprechend auch eine zugangsbeschränkte Klassen-Videokonferenz (IServ) sind nicht als „öffentlich“ im Sinne des StGB anzusehen. Jeder, auch jede Lehrkraft, hat Persönlichkeitsrechte, somit ein eigenes Recht auf das eigene Bild. Dieses darf nur „mit Einwilligung des Abgebildeten verbreitet oder öffentlich zur Schau gestellt“ werden.  Bezogen auf die Filmmitschnitte verweisen wir auf die Vertraulichkeit des Wortes.

Bilder, die einmal im Internet kursieren, können schwer bis gar nicht mehr gelöscht werden!

Zu Orientierung hier die juristischen Grundlagen:

Strafgesetzbuch (StGB)

§ 201 Verletzung der Vertraulichkeit des Wortes

(1) Mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer unbefugt das nicht öffentlich gesprochene Wort eines anderen auf einen Tonträger aufnimmt oder
2. eine so hergestellte Aufnahme gebraucht oder einem Dritten zugänglich macht.

§ 201a Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs und von Persönlichkeitsrechten durch Bildaufnahmen

(1) Mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer von einer anderen Person, die sich in einer Wohnung oder einem gegen Einblick besonders geschützten Raum befindet, unbefugt eine Bildaufnahme herstellt oder überträgt und dadurch den höchstpersönlichen Lebensbereich der abgebildeten Person verletzt,
2. eine Bildaufnahme, die die Hilflosigkeit einer anderen Person zur Schau stellt, unbefugt herstellt oder überträgt und dadurch den höchstpersönlichen Lebensbereich der abgebildeten Person verletzt,
3. eine Bildaufnahme, die in grob anstößiger Weise eine verstorbene Person zur Schau stellt, unbefugt herstellt oder überträgt,
4. eine durch eine Tat nach den Nummern 1 bis 3 hergestellte Bildaufnahme gebraucht oder einer dritten Person zugänglich macht oder
5. einebefugthergestellteBildaufnahmederindenNummern 1 bis 3 bezeichneten Art wissentlich unbefugt einer dritten Person zugänglich macht und in den Fällen der Nummern 1 und 2 dadurch den höchstpersönlichen Lebensbereich der abgebildeten Person verletzt.

(2) Ebenso wird bestraft, wer unbefugt von einer anderen Person eine Bildaufnahme, die geeignet ist, dem Ansehen der abgebildeten Person erheblich zu schaden, einer dritten Person zugänglich macht. Dies gilt unter den gleichen Voraussetzungen auch für eine Bildaufnahme von einer verstorbenen Person.

Gesetz betreffend das Urheberrecht an Werken der bildenden Künste und der Photographie (KunstUrhG)

§ 22
Bildnisse dürfen nur mit Einwilligung des Abgebildeten verbreitet oder öffentlich zur Schau gestellt werden. […]

 § 33
(1) Mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer entgegen den §§ 22, 23 ein Bildnis verbreitet oder öffentlich zur Schau stellt.