Training bis in den späten Abend, um Spitzen-Leistungen zu erbringen und am Ende das Zittern, ob es für einen Platz auf dem Siegertreppchen gereicht hat…
Das gab es in der letzten Woche nicht nur auf dem Eis bei Olympia, sondern auch bei unseren Schüler*innen. Beim Regionalwettbewerb von „Jugend forscht“ am 18. und 20. Februar 2026 in Hannover waren insgesamt sieben Teams der Evangelischen IGS Wunstorf angetreten:
Julian (10d) trat im Fachgebiet „Geo- und Raumwissenschaften“ mit einem Projekt zur Bodenerosion an. Bodenerosion führt in Ländern wie dem Kongo dazu, dass der Boden aufreißt und ganze Gebäude verschluckt. Julian untersuchte dieses Phänomen mit erstaunlich einfachen Modellversuchen und konnte zeigen, welche Prozesse dabei eine Rolle spielen. Neben dem dritten Platz in Geo- und Raumwissenschaften erhielt er noch eine zusätzlichen Sonderpreis.
Ebenfalls für „Geo- und Raumwissenschaften“ trat Keremcan (10c) an. Er baute einen Nachweis für die Anreicherung und den Nachweis von Mikroplastik auf und untersuchte die Aue. Das beruhigende Ergebnis – auch wenn der Nachweis an sich funktioniert, fand er kaum Mikroplastik in der Aue.
Said, Ben und Elias (10a) untersuchten im Fachgebiet „Physik“ einen Internet-Mythos: Kühlt eine geöffnete Getränkeflasche im Kühlschrank schneller abkühlt als eine verschlossene? Sie konnten Unterschiede messen, wenn Getränke mit Kohlensäure verwendeten wurden. Für sinnvoll halten sie den Vorschlag aus dem Internet aber nicht – denn wer will schon fade Cola ohne Kohlensäure trinken?
Elias trat gleich noch mit einem zweiten Physik-Projekt an. Dabei untersuchte er, ob man den Lotus-Effekt unter Wasser nutzen kann, um Boote mit möglichst wenig Wasserwiderstand fahren zu lassen. Die ersten Ergebnisse erscheinen vielversprechend!
Ebenfalls von der Natur inspirieren ließen sich Hubertus, Felix und Nelio (10e). Sie untersuchten das stabile Skelett von Strahlentierchen (Radiolarien), indem sie die Strukturen zunächst mittels 3D-Druck erstellten und die Stabilität untersuchten. Dabei gingen sie der Frage nach, ob solche Strukturen möglicherweise materialsparende Strukturen für Dächer darstellen könnten. Damit erreichten Sie einen tollen zweiten Platz im Fachbereich „Technik“.
Im Fachgebiet „Biologie“ war unsere Schule mit zwei Projekten vertreten:
Sehr medizinisch wurde es bei Altea (10c) und Lea (10e). Immer mehr Krankheitserreger sind resistent gegen Antibiotika. Nach einer mögliche Lösung suchten sie direkt unter unseren Füßen und isolierten bestimmte Bakterien aus dem Boden vom Schulhof, die tatsächlich Antibiotika produzieren und damit Krankheitserreger bekämpfen können.
In einem zweiten Biologie-Projekt untersuchte Mirja (10e) wie Wohnröhren des Bäumchen-Röhrenwurms. Dieser baut im Watt Röhren, indem er den Sand mit seinem Speichel verklebt. Mirja untersuchte, aus was die Röhren bestehen, baute diese nach und lieferte damit die Grundlage für stabile, aber biologisch abbaubare Materialien. Damit konnte sie die Jury begeistern und erhielt neben dem 3. Platz Biologie auch einen Sonderpreis „Umwelttechnik“.
Insgesamt sieben Projekte, siebenmal voller Einsatz – und ein Ergebnis, das sich sehen lassen kann: Ein starker 2. Platz, zwei 3. Plätze und gleich zwei Sonderpreise gingen an unsere Schule. Wir sind mega stolz auf euch!
Viel wichtiger aber als die Ergebnisse: Hinter jedem Projekt steckt eine Menge Neugier, Kreativität und Teamarbeit. Unsere jungen Wissenschaftler*innen haben gezeigt, wie viel Spaß Forschung machen kann – und dass richtig gute Ideen überall entstehen können. Wir sind uns sicher: Diese Erfahrungen öffnen Türen und machen Lust auf mehr! Wir freuen uns schon auf die nächsten spannenden Projekte – und sind gespannt, was ihr als Nächstes auf die Beine stellt.
Herzlichen Glückwunsch – ihr seid spitze!