Evangelische IGS erfolgreich bei der Biologie-Olympiade in Niedersachsen

Nachricht 16. März 2026

Ende des Jahres 2025 begann die zweite Runde der Internationalen Biologie-Olympiade. Mit dabei war auch der Biologie-Leistungskurs des 13. Jahrgangs der Evangelischen IGS.

Doch was genau ist die Internationale Biologie-Olympiade?
Dabei handelt es sich um einen weltweit ausgetragenen Wettbewerb für besonders biologisch interessierte Schüler*innen der gymnasialen Oberstufe. Deutschland nimmt mit einem vierköpfigen Nationalteam teil, das in insgesamt vier Auswahlrunden ermittelt wird.

Im Februar fand in Kiel die dritte Wettbewerbsrunde in Form eines einwöchigen Seminars statt. Dort lösen rund 45 eingeladene Schüler*innen aus ganz Deutschland anspruchsvolle theoretische und praktische Prüfungen.

Kurz vor Beginn dieser dritten Runde wurden jedoch zunächst die zehn besten Teilnehmenden aus Niedersachsen zu einem zweitägigen Landesseminar an die Universität Osnabrück eingeladen. Zu diesen Top Ten gehörten auch Lea Zickenrott und Finja Battermann aus der Klasse 13c der Evangelischen IGS.

Die zwei Tage dienten zum einen der Vorbereitung der Teilnehmenden der dritten Runde auf die kommenden Aufgaben. Gleichzeitig wurde den anderen sieben Teilnehmer*innen zu ihrem großen Erfolg – den Top 10 in Niedersachsen – gratuliert.

Neben intensiven fachlichen Programmpunkten erhielten die Schüler*innen auch einen Einblick in das Universitätsleben. Außerdem blieb Zeit, die Stadt Osnabrück kennenzulernen und bei einem gemeinsamen Abendessen als Gruppe zusammenzuwachsen.

Unter der Leitung von Kristina Themann und ihrem Team wurde ein breites Spektrum biologischer Seminare angeboten. Am ersten Tag standen Bestimmungsübungen verschiedener Arten auf dem Programm. Außerdem wurde der Botanische Garten der Universität besucht, wo die Vielfalt der Pflanzen genauer untersucht wurde. Ergänzend dazu führten die Teilnehmer*innen eine Taubensektion sowie eine anatomische Untersuchung eines Schweineherzens durch.

Der zweite Seminartag begann ebenso spannend. Unter der Leitfrage „Wie viel Neandertaler steckt in uns?“analysierten die Schüler*innen mithilfe einer PCR-Untersuchung ihr eigenes Basenpaar P1080 und konnten so herausfinden, ob sie eine genetische Variante besitzen, die vom Neandertaler stammt.

Anschließend beschäftigte sich die Gruppe mit dem Thema Laktoseintoleranz und der Mutation, die dazu führt, dass etwa 85 % der Deutschen Milch verdauen können. Mithilfe von Bakterien, die den entsprechenden Vorgang im menschlichen Körper nachstellen, wurde die Reaktion experimentell untersucht: Färbte sich das Reagenzglas gelb, wurde Laktose gespalten – blieb die Reaktion aus, deutete dies auf Laktoseintoleranz hin. Zusätzlich erklärte der Privatdozent Dr. rer. nat. Knut Jahreis weitere Mechanismen im Körper, die diesen Prozess regulieren.

Insgesamt war das Landesseminar in Osnabrück ein großer Erfolg. Alle Teilnehmenden konnten wertvolle Erfahrungen sammeln, neue wissenschaftliche Methoden kennenlernen und wichtige Erkenntnisse für ihre weitere schulische und akademische Laufbahn gewinnen.

Finja Battermann und Lea Zickenrott, Klasse 13c